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Freiwillige Feuerwehr Ratten | December 1, 2020

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Suchaktion nach 64-jährigem Rattner

Suchaktion nach 64-jährigem Rattner

Sonntag 2020-09-06

Am Sonntag dem 06.September wurde Kommandant HBI Geßlbauer Hannes um 15.53 von einer Bewohnerin aus Ratten besorgt angerufen, dass ihr Lebensgefährte vom Schwammerlsuchen nicht wie vereinbart um 12:00 Uhr zum Mittagessen nach Hause gekommen war. Nach Rücksprache mit der Polizeiinspektion Ratten und Genehmigung durch die BH wurde um 16:35 Sirenenalarm für die FF Ratten ausgelöst. Gemeinsam mit der Frau, fuhren die Kamerad Richtung GH Orthofer, an die Stelle wo sie ihren Partner um 09:00 Uhr zum Pilze suchen abgesetzt hatte. Von dort begannen wir mit einer Suchkette in Richtung Ortsteil Klause entlang des Orthofergrabens und dem angrenzte Waldstück abzusuchen.

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Inzwischen wurde die Feuerwehr St.Jakob im Walde, die Bergrettung, die Rettungshundebrigade, die Polizeihundestaffel sowie der Polizeihubschrauber „Libelle“ des BM.I  zur Unterstützung durch die Einsatzleitung der Polizei angefordert.

Mit Hilfe eines sog. IMSI-Catcheres (IMSI-Catcher sind Geräte, mit denen die auf der Mobilfunkkarte eines Mobiltelefons gespeicherte International Mobile Subscriber Identity (IMSI) ausgelesen und der Standort eines Mobiltelefons innerhalb einer Funkzelle eingegrenzt werden kann.) der im Hubschrauber installiert ist und ein Mobilfunknetzwerk simuliert, sollte eine Standortbestimmung des Handys vom Vermissten durchgeführt werden. Die Überflüge mussten aber wegen einer herannahenden Unwetterfront ohne Erfolg abgebrochen werden. Ein Fahrzeug, in diesem ebenfalls so ein System installiert ist, fuhr die Wege um den Berg und die Gegenhänge noch weiter ab.

Trotz schwierigsten Wetterbedienungen wie Starkregen, Wind und kühlen Temperaturen wurden mehrere definierten Zonen des teilweise extremst steilen Geländes diszipliniert und mit Unterstützung von GPS-Geräten der Bergrettung, von den Kameraden der Feuerwehr St.Jakob im Walde und Ratten sowie von Privatpersonen abgesucht. Die 16 Rettungssuchhunde sowie 4 Diensthunde der Polizei durchstöberten das weitläufige, dichtbewachsene Waldgebiet.

Um 00:30 musste die Suche leider erfolglos abgebrochen werden.

Es wurde mit dem Einsatzleiter der Suchaktion, Bezirksinspektor Christian Friesenbichler, dem Einsatzleiter der Bergrettung Meisterhofer Markus, dem Einsatzleiter Feuerwehr HBI Geßlbauer Hannes sowie Bürgermeister Payerhofer Johannes vereinbart, dass am Montag in der Früh mit der Suchaktion fortgefahren wird.

Montag 2020-09-07

Im Feuerwehrhaus Ratten wurde um 06:00 Uhr die Einsatzleitung von Polizei, Bergrettung, Feuerwehr und Bürgermeister eingerichtet und hochgefahren. Verstärkt wurde die Einsatzleitung mit Abschnittskommandant AS5 ABI Almer Markus und Abschnittskommandant AS3 ABI Ebner Karl, Kameraden der Bergrettung, Alpinpolizei, sowie Kameraden der Feuerwehr.

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Um 07:07 Uhr wurden die AS3 des BFV Weiz, der AS5 des BFV Hartberg sowie die Drohne der FF-Pöllau mittels „Stillen Alarm“ über Florian Steiermark zur Suchaktion nach Ratten alarmiert. Treffpunkt war um 08:00 Uhr beim Feuerwehrhaus in Ratten.

Bis zum Eintreffen aller Einsatzkräfte erfolgte die Einteilung von 8 Gruppen, bestehend aus mindestens 2 Mann der Bergrettung mit präzisen GPS-Geräten als Flügelmänner, einem Kameraden der Feuerwehr Ratten als Ortskundigen sowie jeweils 2 Feuerwehren der beiden Abschnitte.

Kurz nach 08:00 Uhr konnte Einsatzleiter Friesenbichler ca. 200 Einsatzkräfte und auch 35! privat Personen, welche sich dankender Weise der Suchaktion angeschlossen hatten, am Vorplatz des Feuerwehrhauses begrüßen. Er informierte alle Anwesenden über die vermisste Person und bedankte sie im Vorhinein schon für die zahlreiche Teilnahme und wünschte allen einen unfallfreien Einsatz. Der Einsatzbefehl wurde an die eingeteilten Gruppenführer gegeben, die Fahrzeuge wurden besetzt und machten sich auf den Weg in ihre Einsatzzone.

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Um 09:01 meldete die erste Gruppe:“ Kette aufgestellt – beginnen mit der Suche.“ Bis 09:14 waren alle 7 Gruppen losgestartet. Um 09:20 meldet die Gruppe 8, dass sie mit der Absuche der Feistritz, flussaufwärts begonnen hat.

Karte

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Mit den Diensthunden der Polizeihundestaffel (Tasso Süd) wurde jener Abschnitt abgesucht, wo in den Frühen Morgenstunden die Suche abgebrochen werden musste.

Die Drohne der FF-Pöllau startet in der Nähe des Anwesens Turner und begann von dort mit dem Absuchen aus der Vogelperspektive. Um 09:35 musste der Drohnenflug wegen Anflug des Hubschraubers „Libelle“ beendet werden.

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Der Hubschrauber versuchte wieder Mithilfe des IMSI-Catcheres den Standort des Vermissten zu orten, unterstützt wurde dieser wieder durch ein Fahrzeug. Leider konnten keine ausreichend auswertbaren Signale empfangen werden.

2 Rettungshunde mit einem Ortskundigen Kameraden der FF-Ratten erhielten den Auftrage alle unbewohnten Gebäude im Einsatzgebiet abzusuchen.

Um 09:50 wurde die Gruppe 9 bestehend aus 3 Rettungshunden, 2 Ortskundigen Frauen und 3 Bergrettern losgeschickt um eine weitere Suchzone oberhalb des Turners zu durchstöbern.

Es war 10:04 als die erhoffte Meldung der Polizeihundestaffel an die Einsatzleitung erfolgte: „Vermisste Person gefunden.“ Der abgängige Mann war unweit eines Waldweges oberhalb des Anwesens Schlagbauer aufgefunden worden. Zum Bedauern der freiwilligen Helfer ging, beim Fund des Vermissten, kein Lebenszeichen von ihm aus. Laut Polizei wurde „ein natürlicher Todesfall festgestellt“

Um 10:06 wurde Einsatzende und Einrücken ins Feuerwehrhaus Ratten durchgegeben.

Bei der Abschlussbesprechung bedankten sich, der inzwischen eingetroffen, LFR Gruber Thomas (Bereichsfeuerwehrkommandant des BFV Hartberg), ABI Ebner, ABI Almer und Einsatzleiter Friesenbichler bei Allen Einsatzkräften und Zivilpersonen für ihre mustergültige, vorbildliche und disziplinierte Hilfe und Zusammenarbeit bei dieser Suchaktion sehr herzlich.

Ein Dank gilt den beiden Gemeinden St. Jakob im Wald und Ratten für die Übernahme der Kosten der Getränke und einer kleinen Jause bei diesem gemeindeübergreifenden Einsatz.

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Einsatzkräfte und Helfer: 242 

Bergrettung: 28

Rettungshundebrigade: 5

Polizei: 7

Polizeihundestaffel: 2

FF-Pöllau: 4

 

Abschnitt 5 BFV Hartberg:       75

Einsatzleitung: 3

St.Jakob im Walde: 17 (+1 EL)

Waldbach: 4

Mönichwald: 8

Wenigzell: 10

Eichberg: 8

Vorau: 9

Lorenzen am Wechsel: 9

Rohrbach an der Lafnitz: 6

 

Abschnitt 3 BFV Weiz:             86

Einsatzleitung: 3

Ratten: 16 (+1 EL)

Rettenegg: 8 (+1 EL)

St.Kathrein am Hauenstein: 8

Falkenstein: 8

Fischbach: 10

Strallegg: 9

Miesenbach: 7

Birkfeld: 9

Gasen: 8 (+1 EL)

 

Zivilbevölkerung von Ratten: 35

 

Wir danken allen Zivilpersonen, den Mitgliedern der Bergrettung Waldbach und St.Kathrein am Hauenstein und allen eingesetzten Feuerwehrkammeraden für die mustergültige Zusammenarbeit bei dieser Suchaktion recht herzlich.

Unser aufrichtiges Beileid gilt den Angehörigen des Verstorbenen.